Lohnerhöhung im Jahr 2018 geplant

Mehr als die Hälfte der Arbeitgeber planen eine Erhöhung der Löhne im Jahr 2018. Der Vorsitzende der Bulgarischen Industrie- und Handelskammer Cvetan Simeonov hat es bekanntgegeben.

Er sagte, 51% der Arbeitgeber würden dieses Vorhaben umsetzen, während 17% erklärten, dass sie sich eine Gehaltserhöhung nicht leisten könnten. Weitere 28 Prozent zögerten immer noch, nach einer Studie der Bulgarischen Industrie- und Handelskammer. Herr Simeonov kommentierte, dass die Arbeitgeber ihre Jahresabschlüsse erwarteten und die Mehrheit die Löhne erhöhen würden. „Andererseits werden 2% der Unternehmen die Löhne ihrer Angestellten sogar senken“, fügte er hinzu. In den meisten Fällen erwartet man, dass die Gehaltserhöhung für 79% der Arbeitgeber 10% betrage. Des Weiteren plant nur 1% der Arbeitgeber ein Wachstum um mehr als 20%. „Eine beträchtliche Erhöhung der Löhne ist eine sehr optimistische Formulierung, weil weder das Wachstum der Wirtschaft noch das Wachstum der einzelnen Unternehmen beträchtlich sein wird“, kommentierte noch Herr Simeonov. Das stärkste Wachstum der Gehälter wird im nächsten Jahr im IT-Bereich, in der Industrie, Telekommunikationen, Immobilien und Handel erwartet. Der Bulgarischen Industrie- und Handelskammer zufolge planten 68% der Unternehmen Zuschläge ein. Andererseits lassen 20% der Unternehmen ihre Angestellten ohne zusätzliche Anreize. 17% haben immer noch keine Entscheidung darüber getroffen.

Etwas mehr als 38% der Unternehmen sehen die Einstellung weiterer Mitarbeiter im nächsten Jahr vor, während 6% eine Reduzierung des Personals planen, zeigte die Studie weiter.

 

Quelle: Wirtschaftsblatt Nr. 1/2018

 

Für Firmengründung in Bulgarien, Buchhaltung in Bulgarien und Steuerberatung in Bulgarien stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Zwei neue große Investitionen aus Deutschland stehen in die nahe Zukunft vor

Nach einem Interview mit Herrn Dr. Mitko Vasilev, Geschäftsführer der Deutsch-Bulgarischen Industrie- und Handelskammer können wir wie folgt zusammenfassen:

Die Bilanz für die bulgarisch-deutschen Wirtschaftsverhältnisse für das vergangene Jahr ist positiv. Wir hatten ein dynamisches Jahr mit viel Geschehen. Wir haben gute Ergebnisse erreicht sowie im Handel, als auch in den Investitionen.

In dem Handel erwarten wir den unmittelbar laufenden Rekord. Auf jeden Fällen werden wir die Grenze von 7 Mrd. EUR überschreiten, was bis jetzt nicht geschehen ist. Wir können sogar 7,5 Mrd. EUR erreichen, was ein großer Erfolg ist. Noch erfreulicher ist, dass sich die bulgarische Ausfuhr proaktiv im Vergleich zu der Einfuhr aus Deutschland entwickelt. Zu diesem Zeitpunkt ist das Handelsdefizit für Deutschland in Höhe von 168 Mio. EUR. Das sind vorläufige Daten über die zehn Monate bis Oktober 2017. Es fehlen noch die Angaben für die letzten zwei Monate, aber sie sind die aktivsten, so dass die Hoffnung sei, dass nahezu 7,5 Mrd. EUR erreicht werden.

Diese Aktivität ist der Verbesserung des Zustandes der bulgarischen Wirtschaft im Ganzen zu verdanken. Wir haben ein Wachstum des BIP von fast 4%, Verringerung der Arbeitslosigkeit und Auflebung in manchen Branchen der Wirtschaft. Das wirkt sich gut aus.

Wir haben keinen Abzug von Investitionen im Jahr 2017. Die aktuellen Daten der BNB geben an, dass für die ersten 9 Monate der größte Investor in Bulgarien die Niederlande mit ca. 730 Mio. EUR ist, gefolgt von der Schweiz mit 130 Mio. EUR und an dritter Stelle ist Deutschland mit 61 Mio. EUR. Die Investitionen sind weniger als in 2016, wenn sie ungefähr 125 Mio. EUR waren. Manche nicht verwirklichten Investitionen stehen vor, die wahrscheinlich künftig in Bulgarien aus Deutschland eintreten werden. Die Investoren sind hauptsächlich Subunternehmer von Automobilherstellern. Außerdem befindet sich die IT-Branche immer noch in Aufstieg.

Die Hauptprobleme, die die deutschen Investoren bei uns treffen, sind die Administration, die nicht eingehaltenen Fristen, die Justizreform, sowie die Arbeitskräfte – hier geht es um Verbesserung sowie der akademischen, als auch der professionellen Ausbildung. Wir sind am unteren Ende nach diesem Index zwischen 16 Ländern aus Zentral- und Osteuropa laut einer Umfrage. Andere ungelöste Probleme sind die Korruption und die organisierte Kriminalität. Das stört auch. Die Einkünfte müssen auch zunehmen. Denn wir können nicht die letzten in der EU nach Löhnen und Renten sein und prätendieren, dass wir den Ton für die Entwicklung von den Anderen in der Union diktieren. Eine mögliche Lösung des Problems mit der Arbeitskraft ist die duale Ausbildung, die schrittweise eintritt. Eine andere Variante ist die Anziehung von bulgarischen Studenten in Deutschland zurück in Bulgarien, die zum Zeitpunkt ca. 7-8 000 sind. Letztes Jahr hat eine Initiative mit der bulgarischen Botschaft in Berlin gestartet. Die Initiative wurde von 12 deutschen Firmen unterstützt, die Positionen für bulgarische Studenten, die in Berlin studieren, ausgeschrieben haben. Zukünftig sind solche Initiativen auch mit Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg geplant.

Der Vorsitz des Rates der EU von Bulgarien würde sich auf die Reformen gut auswirken. Bulgarien wird besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Der Staat wird die Möglichkeit haben seine Probleme, Ideen und Perspektiven für die Entwicklung der Europäischen Union mitzuteilen. Das bedeutet aber nicht, dass die Hausaufgaben vernachlässigt werden sollen. Eine davon ist die Justizreform.

Quelle: AHK

Für Firmengründung in Bulgarien, Steuerberatung in Bulgarien und Buchführung in Bulgarien stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!