Steuervergünstigung für Zahlungen durch Banküberweisung

In diesem Jahr wird die Staatskasse 1% von der für das Jahr schuldigen Steuer für die Personen vergeben, die 100% ihrer Einkünfte auf ein Bankkonto erhalten haben und 80% oder mehr von denen auch über ein Finanzinstitut ausgegeben haben.

Die Maximalhöhe der vergebenen Summe ist 500 BGN.

Diese Maßnahme wurde im Jahr 2017 angenommen, aber jetzt zum ersten Mal angewendet bei Abgabe der jährlichen Steuererklärung über die Einkünfte von 2017. Die Maßnahme wurde mit der Idee eingeführt, dass die Zahlungen über Finanzinstitute angetrieben werden und so die Umsätze der Händler klarer werden.

Das Gesetz sieht nicht vor, dass die Steuerzahler irgendwelche Begleitdokumente zu ihrer Steuererklärung geben, um den Rabatt zu nutzen. Gleichzeitig weisen vom Finanzamt darauf hin, dass die Nachweise zusätzlich verlangt werden können und die Steuerbehörden Prüfungen machen, aber nur den Personen, bei denen Risikoindikatoren zu identifizieren sind.

Die nationale Agentur für Einnahmen wird um Erlaubnis vom Steuerzahler bitten, sein Bankgeheimnis zu enthüllen, damit die Steuerinspektoren seine Geldflüsse prüfen können.

Damit der Steuerrabatt genutzt werden kann gibt es doch andere Voraussetzungen. Eine davon ist das Fehlen von öffentlichen Zahlungsrückständen. Dieselbe Voraussetzung wird schon auch für die restlichen Steuervergünstigungen angewendet.

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Quelle: pariteni.bg

Die MwSt-Erklärungen nur auf elektronischem Wege

Vom Beginn des Jahres werden die monatlichen MwSt-Erklärungen, die die Unternehmen beim Finanzamt abgeben, nur elektronisch gesendet. Das gilt auch für die Unterlagen von Dezember, die zusammen mit den Verkaufs- und den Einkaufsbüchern an die Einnahmenagentur bis 15 Januar 2018 geschickt werden müssen. Die Änderung wird unter 1% der Firmen betreffen, die MwSt-Erklärungen abgeben, da bis zu diesem Zeitpunkt über 99% der Unterlagen beim Finanzamt auf elektronischem Wege eingehen.

Die neue Regime des Umsatzsteuergesetzes sieht eine Ausnahme aus der Regel über die elektronische Abgabe der MwSt-Dokumente vor, wenn diese von Erben oder Vermächtnisnehmern bei Tot einer natürlichen Person – Einzelunternehmer eingereicht werden, sowie in manchen speziellen Fällen (Art. 126, Abs. 4, 7 und 8 des UstG). Außerdem reichen die Personen, deren Anmeldung für die Mehrwertsteuer in Dezember 2017 geendet ist und die keine MwSt-Erklärungen auf elektronischem Wege bis dem Datum der Deregistrierung für den letzten Steuerzeitraum abgegeben haben, diese Unterlagen in Papierform bei der zuständigen Territorialdirektorium der Nationalen Agentur für Einnahmen.

Vom Anfang des Jahres wird die Frist für die Abgabe eines Antrages in den Fällen, wenn Gründe für Anmeldung für die Mehrwertsteuer entstehen, von 14 Tagen auf 7 Tage abgekürzt.

Wenn der besteuerbare Umsatz von 50 000 BGN für einen Zeitraum nicht länger als zwei Folgemonaten erreicht worden ist, einschließlich des laufenden, ist die Frist für die Abgabe eines Antrags auf obligatorische Anmeldung 7 Tage ab dem Datum, an dem der Umsatz erreicht ist.

Bei Auflösung einer juristischen Person ohne Liquidation oder einer Versicherungskasse, werden die Steuerbehörden die Person dienstlich abmelden.

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Quelle: Nap.bg

Die obligatorischen Rechnungsangaben

Die Rechnung ist ein Primärbuchungsbeleg, mit dem ein Lieferant (Verkäufer) einen Verkauf von Rohstoffen, Materiallien, Gütern, Produkten, Vermögenswerten oder Dienstleistungen an einen Empfänger (Käufer/Kunden) dokumentiert.

Die Rechnung ist der Hauptbeleg, der steuerpflichtiges Einkommen für den Aussteller – Lieferant/Verkäufer hevorruft (direkt nach KstG oder indirekt nach UstG).

Obligatorische Rechnungsangaben sind:

  • Bezeichnung des Belegs – RECHNUNG.
  • Vermerk ORIGINAL auf dem ersten Exemplar, das für den Empfänger (Käufer) ist.
  • Die Nummer des Dokuments, die laufend und zehnstellig ist, mit arabischen Ziffern, anfangend mit 1, ohne Lücken und Wiederholungen. Z.B.
Erste Rechnung Zweite Rechnung Dritte Rechnung usw.
0000000001 0000000002 0000000003
1000000001 1000000002 1000000003
2000000001 2000000002 3000000003

 

  • Datum der Rechnungsausstellung.
  • Aussteller des Belegs – Firma, Adresse, EIK (Identifikationsnummer), Ust-Identifikationsnummer.
  • Grund für das Geschäft – hier wird die Art der Rohstoff, des Materials, der Ware, des Vermögenswertes oder der Dienstleistung mit deren Einzelpreis (ohne Steuer), Maß und Menge bezeichnet. Die Rabatte und Ermäßigungen, wenn sie im Einzelpreis nicht eingeschlossen sind, werden separat angegeben.
  • Der Steuersatz in % (20%, 0% oder 7%), und wenn der Steuersatz null ist oder die Steuer vom Empfänger geschuldet wird – Grund für die Anwendung des Nullsteuersatzes oder der keinen Erhebung der Steuer.
  • Geschäftsbetrag, einschließlich Bemessungsgrundlage und Mehrwertsteuer – das ist der Gesamtbetrag der in der Rechnung bezeichneten Rohstoffe, Materiallien, Güter, Produkte, Vermögenswerte oder Dienstleistungen mit ihren Maßen, Mengen, Einzelpreisen und Gesamtbetrag.
  • Das Datum des Steuertatbestandes – das früheste beider Daten – das Datum, an dem die Zahlung eingegangen ist oder das Datum, an dem die Lieferung ermöglicht ist (die Übertragung des Eigentums).
  • Der Umstand, der ein Fahrzeug als neu bestimmt, wenn der Lieferungsgegenstand ein neues Fahrzeug bei innergemeinschaftlicher Lieferung ist.

Nicht obligatorische Rechnungsangaben sind:

  • Zahlungsart – bar, Banküberweisung, Aufrechnung – das ist sehr wichtig bezüglich der Art des Nachfolgen und  der Abrechnung der Zahlung.
  • Zahlungsfrist – nutzbar, wenn die Lieferungen in Prinzip mit einer vereinbarten Aussetzung sind, um hinzuweisen wann die Fälligkeit ist, damit sie in ein elektronisches System eingeführt und sowie von dem Lieferanten, als auch vom Empfänger (Käufer) überwacht werden kann.
  • Die Namen der Person, die die Ware oder Dienstleistung übergeben hat und der sie erhalten hat und ihren Unterschriften; das ist nutzbar bei eventuellen Streitigkeiten, ob die in Rechnung stehende Ware vom Lieferant übergeben und vom Empfänger (Käufer) erhalten ist, wofür man im Prinzip ein gesondertes Protokoll (Annahme-Übergabeprotokoll) ausstellen sollte.
  • Der Ort der Übergabe der Ware oder der Dienstleistung, was auch vom Nutzen bei einem eventuellen Streit ist, ob und wo die in Rechnung gestellte Ware vom Lieferer übergeben und vom Empfänger (Käufer) erhalten ist.
  • Nummer und Datum von dem Schein, Frachtbrief oder einem anderen Beleg, der die Lieferung begleitet, was auch nutzbar im Falle von eventuellen Streitigkeiten ist, ob die in Rechnung stehende Ware vom Lieferant übergeben und vom Empfänger (Käufer) erhalten ist.

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Änderungen in der Versicherung in 2018

Im Staatsblatt Nr. 99 vom 12.12.2017 г. Ist das Gesetz über das Budget der Sozialversicherung für 2018 bekannt gemacht. In den Übergangs- und Schlußbestimmungen wurden Änderungen im Sozialgesetzbuch und im Arbeitsgesetzbuch vorgenommen.

Wesentliche Änderungen, die im 2018 in Zusammenhang mit den Sozialversicherungen vorstehen:

  • Um ein Prozent wird die Höhe des Versicherungsbeitrags „Renten“ erhöht.

Die Höhe des Versicherungsbeitrags für Fond „Renten“ erhöht sich um 1 Prozentpunkt und wird – 19,8% für diese, die vor 1 Januar 1960 geboren sind, bei einem Verhältnis von – 11,02 auf Rechnung des Arbeitgebers zu 8,78 auf Rechnung des Arbeitnehmers und 14,8% für die Personen, geboren nach 31 Dezember 1959, entsprechend beim Verhältnis 8,22/6,58.

Art. 6, Abs. 1, P. 4 erhöht sich der Versicherungsbeitrag für Fond „Renten“, wie folgt:

  • Ab 1. Januar 2018 – um 1 Prozentpunkt, von dem 0,56 auf Rechnung des Versicherers und 0,44 auf Rechnung der versicherten Person.
  • Es gibt keine Änderung in der Höhe des Versicherungsbeitrags für Fond „Renten für die Personen nach Art. 69“ – 60,8% der Personen, die vor dem 1. Januar 1960 geboren sind und 55,8% für die Personen, geboren nach 31. Dezember 1959 /die Personen nach Art. 69 sind das Militärpersonal nach  dem Gesetz über die Verteidigung und die Streitkräfte der Republik Bulgarien und die Beamten  nach dem Gesetz über das Innenministerium und dem Gesetz über die Vollstreckung von Strafen und die Untersuchungshaft/.
  • Unverändert bleiben die Verhältnisse zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer für die restlichen Versicherungsfälle, wenn die entsprechend 60% zu 40% bleiben.

Für das Jahr 2018 bleiben ihre Höhen wie folgt:

  • Fond „Krankheit und Mutterschaft” – 3,5%;
  • Fond „Arbeitslosigkeit” – 1,0%;
  • Fond „Arbeitsunfall und Berufskrankheit”- differenziert von 0,4% zu 1,1%auf Rechnung des Arbeitgebersя.

Pflichtzusatzsozialversicherung in Universalrentenfond – 5% in Verhältnis von 2,8 auf Rechnung des Arbeitgebers zu 2,2 auf Rechnung des Arbeitnehmers.

Pflichtzusatzsozialversicherung in Professionellrentenfond – 12% – für die Personen, die unter I Arbeitskategorie arbeiten und 7% – für die Personen, die unter II Arbeitskategorie arbeiten.

  • Betreffend die Versicherungsbeiträge der Seeleute

Die Höhen der Versicherungsbeiträge für Fond „Renten“ für Seeleute, festgesetzt im Art. 4a, Abs. 3 des Sozialgesetzbuchs, sowie die Reihenfolge der Einnahmen, auf denen die Versicherungsbeiträge eingezahlt werden, festgesetzt im Art. 4a, Abs. 6 des Sozialgesetzbuchs sind diese für die Personen nach Art. 4 des Sozialgesetzbuchs angepasst. Bis jetzt war nach der geltenden Verordnung des Art. 4a, Abs. 3, P. 1 und 2 des Sozialgesetzbuchs der Beitrag für Fond „Renten“ für die Seeleute um 1% niedriger.  So wird dieser Beitrag mit der Erhöhung des Fonds „Renten“ um 1% vom nächsten Jahr höher um 2% vom bisherigen Betrag.

Die Reihenfolge der Einnahmen, festgesetzt im Art. 4a, Abs. 6 in Bezug auf die Seeleute wird mit dieser nach Art. 6, Abs. 11 des Sozialgesetzbuchs synchronisiert.

  • Für das Jahr 2018 sind keine Minimalversicherungsschwellen vereinbart. Bei einer administrativen Erhöhung der Minimalversicherungsschwellen um 3,9% und die geplante Erhöhung des minimalen Arbeitslohns um 10,9%, ist die durchschnittliche Erhöhung der Minimalversicherungsschwellen in 2018 ungefähr 6,8%.
  • Ein minimales monatliches versicherbares Einkommen der selbständigen Personen in Höhe von 510 BGN wird bestimmt. Die differenzierte Höhe des minimalen versicherbaren Einkommens in Abhängigkeit von ihrem steuerpflichtigen Einkommen als Selbständige fällt aus.
  • Das minimale versicherbare Einkommen für die Betriebsinhaber und Tabakproduzenten wird vom 300 BGN auf 350 BGN erhöht /im Entwurf wurde 480 vorgeschlagen/.
  • Die Höhe des maximalen versicherbaren Einkommens für alle versicherten Personen bleibt unverändert – 2 600 BGN.
  • Die Höhe des Versicherungsbeitrags für Fond „Arbeitsunfall und Berufskrankheit“ wird nach Gruppen Hauptwirtschaftstätigkeiten für 2018 festgesetzt.
  • Für das Jahr 2018 werden keine Beiträge für Fond „Garantierten Abnahme der Arbeiter und Arbeitnehmer“ gemacht. Die Maximalhöhe der garantierten Abnahme ist 1 300 BGN.

Quelle: Staatsblatt

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Welche Art von Steuererleichterungen kann eine natürliche Person nutzen?

  1. Erleichterungen, die durch Arbeitgeber oder Abgabe von Steuererklärung genutzt werden können
  2. Steuererleichterung für behinderte Arbeitnehmer.
  3. Steuererleichterung für private freiwillige Sozialversicherungsbeiträge und Versicherung.
  4. Steuererleichterung für Privatbeiträge für Dienstjahre bei Ruhestand.

Die Summe der Jahresbemessungsgrundlagen nach Art. 17 wird um die im Jahre auf Rechnung der Person eingezahlten Versicherungsbeiträge nach Art. 9a des Sozialversicherungsgesetzbuchs vermindert.

  1. Steuererleichterung für Schenkungen

Die Höhe dieser Erleichterung hängt vom Status der Personen ab, zugunsten deren die Schenkung gemacht ist.

  1. Steuererleichterung für Kinder

Die ansässigen natürlichen Personen und die ausländischen natürlichen Personen, die für steuerliche Zwecke in einem Mitgliedsstaat der EU oder in einem anderen Staat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum niedergelassen sind, nutzen Steuererleichterung für Kinder, wobei sie nach Art. 17 des Einkommensteuergesetzes (EstG) von dem Betrag der Jahresbemessungsgrundlagen

– 200 BGN – für einen Minderjährigen;

– 400 BGN – für zwei Minderjährige;

– 600 BGN – für drei oder mehr Minderjährige

absetzen.

Die Steuererleichterung wird bis der Höhe der Summe von den Jahresbemessungsgrundlagen genutzt.

  1. Steuererleichterungen für behinderte Kinder

Sie Summe von den Jahresbemessungsgrundlagen nach Art. 17 des EstG von ansässigen natürlichen Personen und ausländischen natürlichen Personen, die für steuerliche Zwecke in einem Mitgliedsstaat der EU oder in einem anderen Staat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum niedergelassen sind, wird um 2000 BGN für die Erziehung eines Kindes, das 50% und über 50% Art und Stufe einer Behinderung hat, vermindert, festgesetzt durch einen in Kraft getretenen Beschluss zuständiger Behörde, wenn die Erleichterung einschließlich für das Jahr, in dem die Art und Stufe der Behinderung festgestellt ist und für das Jahr, wenn die Dauer der Gültigkeit des Beschlusses abläuft, genutzt wird.

Achtung! Die Steuererleichterungen nach Art. 18, Abs. 1, Art. 19, Abs. 1, Art. 20, 22в und 22г werden in folgender Reihenfolge genutzt:

  1. von der Summe der Jahresbemessungsgrundlagen nach Art. 25, 30, 32, 34 und 36;
  2. von der Summe der Jahresbemessungsgrundlagen nach Art. 28, Abs. 1.
  3. Erleichterungen, die nur durch Abgabe einer Steuererklärung genutzt werden können
  4. Steuererleichterung für junge Familien

Die ansässigen natürlichen Personen können eine Steuererleichterung für junge Familien nutzen, wenn sie von dem Betrag der Jahresbemessungsgrundlagen nach Art. 17 des EstG die im Jahr gemachten Zinsenzahlungen nach dem Hypothekendarlehen für Wohnungserwerb absetzen.

Die Erleichterung kann benutzt werden, wenn folgende Voraussetzungen gleichzeitig erfüllt sind:

  • Der Vertrag über Hypothekendarlehen ist abgeschlossen von der steuerpflichtigen Person und/oder von Ehegatte/in, mit dem/der sie gesetzliche Ehe geschlossen hat;
  • Die steuerpflichtige Person und/oder der/die Ehegatte/in unter 35 Jahre alt sind zum Datum des Abschließens des Vertrags über Hypothekendarlehen;
  • Die verpfändete Wohnung ist einzige Wohnung für die Familie während des Steuerjahres.

Die Steuererleichterung wird bis der Höhe der Summe von den Jahresbemessungsgrundlagen nach Art. 17 des EstG genutzt und sofern die steuerpflichtige Person eine schriftliche Erklärung von dem/der Ehegatte/in vorstellt, dass er/sie die Steuererleichterung für das relative Steuerjahr nicht nutzen wird.

Wenn die Höhe des Hypothekendarlehens höher als 100 000 BGN ist, kann die Steuererleichterung nach Art. 1 für im Jahr gemachten Zinsenzahlungen zu den ersten 100 000 BGN der Hautsumme genutzt werden.

Die Erleichterung kann auch von ausländischen natürlichen Personen, die für steuerliche Zwecke in einem Mitgliedsstaat der EU oder in einem anderen Staat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum niedergelassen sind, genutzt werden.

Zu der Steuererklärung nach Art. 50 sind folgende Belege beizulegen:

  • Beleg, ausgestellt von der Bank, die das Darlehen verliehen hat, der die Höhe der im Jahr gemachten Zinsenzahlungen zu den ersten 100 00 BGN von der Hauptsumme des Hypothekendarlehens für Wohnungserwerb nachweist.
  • Erklärung nach Art. 22а, Abs. 3 des EstG – schriftliche Erklärung von dem/der Ehegatte/in vorstellt, dass er/sie die Steuererleichterung für das relative Steuerjahr nicht nutzen wird.

Wenn die Bank, die das Darlehen verliehen hat, die für steuerliche Zwecke in einem Mitgliedsstaat der EU oder in einem anderen Staat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum niedergelassen ist, wird der Beleg mit einer beglaubigten Übersetzung von einem Fachübersetzer ins Bulgarische begleitet.

Wenn der Erklärer eine ausländische natürliche Person ist, die für steuerliche Zwecke in einem Mitgliedsstaat der EU oder in einem anderen Staat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum niedergelassen ist werden zu der Erklärung offizielle beglaubigte Unterlagen beigefügt, die das Vorhandensein der Voraussetzungen nach Art. 22a, Abs. 1 des EstG nachweisen, erstellt von den zuständigen Behörden des entsprechenden Fremdstaates und deren Übersetzung von einem Fachübersetzer in bulgarischer Sprache.

  1. Steuererleichterung für bargeldlose Zahlungen – in Kraft ab 01.01.2017.

Von dieser Erleichterung können natürliche Personen Gebrauch machen, für im Jahr gemachte bargeldlose Zahlungen, wenn folgende Voraussetzungen gleichzeitig erfüllt sind:

  • Die Person hat im Jahr Einnahmen erworben, die einer Besteuerung auf die gesamte Jahresbemessungsgrundlage unterliegen;
  • 100% der Geldeinkünfte nach P. 1 sind auf ein Bankkonto erhalten;
  • Die gemachten bargeldlosen Zahlungen von der Person sind in Höhe von 80 oder über 80% der Einkünfte nach P. 1.

Die Steuererleichterung ist in Höhe von 1% der für das Jahr pflichtmäßigen Steuer auf die gesamte Jahresbemessungsgrundlage, aber nicht mehr als 500 BGN und die Umstände und Voraussetzungen für ihre Nutzung werden von der Person in der Steuererklärung nach Art. 50 des EstG erklärt, wenn es keine gesetzliche Anforderung für die Erklärung gibt Unterlagen beizulegen, die das Vorhandensein der notwendigen Voraussetzungen und Umstände nachweisen.

Alle Umstände und Voraussetzungen, verbunden mit der Nutzung von den Steuererleichterungen werden von der Person in Anhang Nr. 10 erklärt, die ein untrennbarer Teil der Steuererklärung ist.

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Was eine “Betriebsstätte” bedeutet

Betriebsstätte ist ein Begriff von dem nationalen und internationalen Steuerrechts. Eine “Betriebsstätte” im Sinne des §1, P. 10 der zusätzlichen Bestimmungen des UstG ist eine Handelsvertretung, eine Zweigstelle, ein Büro, ein Atelier, ein Werk, eine Fabrik, ein Laden, ein Handelslager, eine Werkstatt, ein Bauvorhaben, eine Baustelle, ein Bergwerk, ein Steinbruch, eine Schappe, Öl- oder Gasbrunnen, eine Quelle u.ä., die Gewinnen von natürlichen Ressourcen zielen, ein bestimmter Raum (eigen, gemietet oder benutzt aus anderen Gründen) oder ein anderer Ort, mittels dessen eine Person eine Wirtschaftstätigkeit auf dem Hoheitsgebiet eines Staates ganz oder teilweise ausübt.

Um der Begriff “Betriebsstätte” zu definieren, müssen die konkreten Fakten für jeden einzelnen Fall berücksichtigt werden, sowie die Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Union (C 168/84; C 190/95; C 231/94; C 260/95) laut der unter “Betriebsstätte” ist „eine Tätigkeit, die Eigenschaften von Dauerhaftigkeit und einer Struktur besitzt, die angemessen im Bereich der technischen und Humanressourcen für die Zwecke der unabhängigen Erbringung der entsprechenden Leistungen ist“ zu verstehen, d.h. damit ein Objekt als “Betriebsstätte” definiert werden kann, müss dieses bestimmten Anforderungen für ein Mindestmaß an Regelmäßigkeit, minimale Höhe und ständige Verfügbarkeit über technische und Humanressourcen, benötigt für die Zwecke der Lieferungen, entsprechen.

Quelle: ApisEkspertSchetovoditel 14/2015

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Was sind die Schlüsselauditfragen und in welchen Auditberichten diese enthalten sind

Die Veränderungen und Ergänzungen in den Auditstandards über Berichten betreffend das Audit sind eine Folge von langjährigen Untersuchungen (vom Jahr 2006), organisiert von dem internationalen Bund der Buchhalter. Die globale Finanzkrise und sonstige verbundenen Ereignisse haben das Vertrauen der Investoren in der korporativen finanziellen Buchführung in Bulgarien untergrabt und Fragen in Bezug auf die Nützlichkeit der Auditberichte erregt.

Untersuchungen und öffentliche Beratungen zeigen, dass das verstärkte Berichten seitens der Rechnungsprüfer aus entscheidender Bedeutung für die Wertempfindung des Audits eines Zwischenberichtes ist. Infolgedessen wurden Änderungen in die geltenden Standards gemacht und ein neuer Auditstandard für Besprechung von Schlüsselauditfragen im Bericht der unabhängigen Rechnungsprüfer wurde erstellt. Die neuen und verarbeiteten Auditstandards werden für Audits von Zwischenberichten für Zeiträume angewendet, die an oder nach dem 15. Dezember 2016 enden.

Eine der wichtigsten Änderungen in dem Inhalt der Auditberichte ist die Schaffung eines Abschnittes mit Bezeichnung „Schlüsselauditfragen“.

Das Verständnis des Ziels der Schlüsselauditfragen ist aus wesentlicher Bedeutung für die Benutzer der Zwischenberichte, weil ein großer Teil der Leiter der Unternehmen bis zum heutigen Tag meinen, dass der Auditbericht ein schriftliches Äquivalent einer Analyse der finanziellen Situation ist. Eigentlich ist eine Analyse der finanziellen Situation, gemacht von einem registrierten Rechnungsprüfer, Gegenstand eines separaten Engagements, verschieden als Audit von Zwischenberichten und die Leitung soll im Voraus den Umfang des Engagements abhängig von dem Ziel bestimmt haben, wofür eine solche Analyse notwendig ist.

Das Besprechen von Schlüsselauditfragen zielt der Informationswert des Auditberichts durch eine größere Transparenz in Bezug auf das Audit zu erhöhen. Sie stellen den Benutzern, für die der Zwischenbericht geeignet ist, eine zusätzliche Information bereit, die ihnen hilft, diese Fragen zu verstehen.

Was sind Schlüsselauditfragen?

Das sind Fragen, die nach der professionellen Beurteilung des Rechnungsprüfers die größte Bedeutung beim Audit des Zwischenberichtes für den laufenden Zeitraum gehabt haben.

Es ist wichtig hinzuweisen, dass sie vom Rechnungsprüfer bestimmt und unter den Fragen gewählt  werden, besprochen mit den Personen, die in der allgemeinen Verwaltung tätig sind.

Zum Beispiel könnten solche Fragen verbunden mit Anerkennung und Bekanntmachung gegenüber: Abwertung und Proviant, verbunden mit Anlagevermögen; Berechnung von Koeffizienten nach wichtigen für die Geschäftsstätigkeit des Unternehmens Darlehensverträgen; Erfassung von Erträgen und Gewinnen von langfristigen Verträgen; Rechtsstreit, rechtlichen Maßnahmen und Kundenentschädigungen u.a., angefordert von der Anwendung des Internationalen Standards über finanzielle Abrechnung bei der Erstellung der Jahresabschlüsse, sein.

Das Hinausführen der Schlüsselauditfragen in eine separate Sektion schafft eine klarere Abgrenzung der Verantwortungen zwischen der Führung des Unternehmens und den Rechnungsprüfern. Die neue Wiese für Berichten gibt auch Sicherheit der Führung, dass der Rechnungsprüfer kein Informationsvermittler für das Unternehmen sein wird. Die Schlüsselauditfragen beziehen sich eigentlich darauf, wie die Rechnungsprüfer ihre Arbeit leisten und erklären was genau von ihnen gemacht wurde.

Es ist zu beachten, dass die Besprechnung von Schlüsselauditfragen folgende Sachen nicht darstellt:

  • Ersatz der Bekanntmachungen im Zwischenbericht, die die Führung nach dem anwendbaren gemeinsamen Rahmen für finanzelles Berichten machen soll oder die aus anderen Gründen benötigt werden, um eine glaubwürdige Vorstellung erreicht zu werden;
  • Ersatz der Äußerung seitens des Rechnungsprüfers von modifizierten Meinung, wenn das von den Umständen eines konkreten Engagements für Audit im Einklang mit dem Internationalen Auditstandard 705 (verarbeitet) Modifizierung der Meinung, geäußert in dem Bericht des unabhängigen Rechnungsprüfers angefordert wird;
  • Ersatz des Berichtens im Einklang mit dem Internationalen Auditstandard 570 (verarbeitet) Unternehmensfortführung, wenn eine wesentliche Unsicherheit besteht, die sich auf Ereignisse und Bedingungen bezieht, die bedeutende Bedenken betreffend das Vermögen des Unternehmens als eine Unternehmensführung zu funktionieren wecken können;
  • Separate Stellungnahme zu konkreten Fragen.

In welchen Auditberichten wird eine Kommunikation in Bezug auf Schlüsselauditfragen enthalten sein?

Die Kommunikation von Schlüsselauditfragen im Auditbericht wird nur bei einem Audit von Zwischenbericht von Unternehmen, angemeldeten für Börsenhandel, angefordert und bei Umständen, wenn der Rechnungsprüfer aus einem anderen Grund beschließt, Schlüsselauditfragen in dem Auditbericht zu kommunizieren.

In den Verpflichtungen über Berichten des Rechnungsprüfers steht die Anforderung für Kommunikation der Umstände aus anderen Gründen, zum Beispiel in bestimmten Fällen, verbunden mit dem Prinzip der Unternehmensführung.

Schlüsselauditfragen werden kommuniziert auch in den Fällen, wenn nach einem Gesetz oder Verordnung das angefordert wird, unabhängig davon, ob das Unternehmen öffentlich ist.

Die Nutzer von Zwischenberichten müssen auch informiert werden, dass es Begrenzungen für Kommunikation von Schlüsselauditfragen gibt, wenn ein Gesetz oder rechtliche Vorschriften öffentliche Bekanntmachung bestimmter Frage begrenzt; und bei äußerst seltenen Umständen, wenn nach Einschätzung des Rechnungsprüfers die nachteiligen Auswirkungen die Nutzen unter dem Gesichtspunkt des öffentlichen Interesses für diese Kommunikation übertreffen würden.

Um zusammenzufassen, aufgrund der eingeführten neuen und geänderten Standards über Berichten, werden die Auditberichte für öffentliche Unternehmen viel verschiedener aussehen. Die Nutzer sollen sie nicht mit den bisher erstellten identifizieren, sowie müssen sie keine Modifikationen in diesen aufgrund ihrer eigenen Verständnisse anfordern.

Die Einführung von Kommunikationen von Schlüsselauditfragen soll die Kommunikation und das Verständnis zwischen dem Rechnungsprüfer und der Leitung des Unternehmens für die Verantwortlichkeiten verbessern, die beide Seiten tragen, und die Investoren darüber informieren.

 

Quelle: IDES 4/2016

Für Kontoeröffnung kassieren Banken von 0 bis 10 BGN

Die Differenzen bei den Gebühren, die die Banken von ihren Kunden in Bulgarien für eine und dieselbe Dienstleistung kassieren, sind enorm. Beispielsweise ist die Eröffnung eines Bankkontos bei manchen Banken ganz kostenlos, bei anderen jedoch werden dafür 10 BGN bezahlt, zeigt das gestern neuveröffentlichte elektronische „Handbuch“ im Online-Portal „Mein Geld“, das einen Vergleich der Tarife ermöglicht. BNB hat dieser Tage eine Tabelle der durchschnittlichen Gebühren für die Hauptdienstleistungen der Banken veröffentlicht. Aus dem Handbuch, das unter der Adresse: http://www.moitepari.bg/Razplashtatelni-smetki/kasovi-operacii zugänglich ist, ist jetzt jedoch klar ersichtlich, dass es bedeutende Abweichungen von der goldenen Mitte geben. Zum Beispiel kassieren einige Banken keine Gebühren für die Eröffnung eines Kontos. 20 Banken ziehen etwa 2 BGN ab. Bei der Raiffeisenbank kostet die Dienstleistung 5 BGN und bei der Prokreditbank und Tokuda werden je 10 BGN kassiert.

Die Tarife beim Abheben und Einzahlen von Bargeld sind auch sehr abwechslungsreich. Die Gebühr beim Abheben am Schalter veriiert zwischen 1 und 3 BGN. Es gibt aber zusätzliche Details. Für Summen über 2000 BGN, bei einer Vorankündigung rechnet Investbank z.B. eine Provision von 0,4% und wenn das Geld unverzüglich, ohne Vorankündigung  abgehoben wird – 0,55% an. Bei der Postbank ist die Provisionsgebühr bei einer Vorankündigung für Beträge über 2000 BGN auch 0,4%. Die maximale Gebühr für das Abheben von Bargeld über 2000 BGN bei der Raiffeisenbank ist beträchtlich – sowohl mit, als auch ohne Vorankündigung werden jeweils 0,4% von dem Betrag (jedoch nicht mehr als 800 BGN) gezahlt.

Die Banken machen Abzüge auch wenn sie Bargeld von ihren Kunden erhalten. Es gibt Ausnahmen nur wenn es um kleinere Summen geht – bis 2000 – 3000 BGN. Bei den meisten Banken beträgt die Gebühr ca. 10-15% vom eingezahlten Betrag. Aus der Vergleichtabelle geht hervor, dass die Bankinstitute in Wirklichkeit hohe Beträge für ihre Dienstleistungen und Verrechnungen am Schalter kassieren. Etwas, was aus den von der BNB vor kurzem bekanntgegebenen Durchschnittwerten nicht hervorging. Mitte Oktober hat die Zentralbank diese, mit einer neuen Verordnung eingeführte Anforderung erfüllt.

Aus den Daten der BNB wird ersichtlich, dass die Banken zum Verwalten von Girokonten durchschnittlich  2 BGN monatlich und für die Bankkarte – 1,51 BGN monatlich abziehen. Wie es aber klar wird, ist diese Information für diejenigen Kunden nutzlos, denen die Orientierung auf der Suche nach Webseiten der Banken schwerfällt. Deshalb wäre eine genaue Auskunft sinnvoll, auf deren Grundlage jeder Verbraucher das auf seine Bedürfnisse abgestimmte Angebot auswählen könnte.

 

Quelle: Wirtschaftsblatt 1/2017

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